Die Technik hinter der Marke HEERO
Was in den HEERO Fahrzeugen steckt
Die Fahrzeuge der Marke HEERO entstanden nicht durch Kombination zugekaufter Komponenten. Antriebssoftware, Hardware, Batteriesystem und Leistungselektronik wurden als zusammenhängendes System entwickelt – das ist der Grund, warum sich diese Fahrzeuge im Feld anders verhalten als Lösungen, bei denen jede Komponente für sich funktioniert. Diese Seite beschreibt die technischen Grundlagen der bisherigen HEERO Fahrzeuggeneration. Sie erklärt zugleich, worauf es bei der neuen ankommt: ein durchgängiges System statt einer Sammlung von Einzellösungen.
Software Engineering
Im Software-Hub entstand der Kern der Software-Defined Vehicles (SDV). Von der Entwicklung der Vehicle Control Software für die HEERO-VCU mit modularem Funktionslayer über die Telematic Control Unit (HEERO-TCU) bis zum Battery Management System (HEERO-BMS) mit Zellüberwachung fanden alle Optimierungen den schnellsten Weg per OTA-Update in die Fahrzeuge. Über das HEERO Cloud Backend lief diese Over-The-Air-Funktion und lieferte zusätzlich Zustandsüberwachung und Diagnosedaten im laufenden Betrieb für Predictive Maintenance.
Hardware Engineering
Die perfekt auf die Software abgestimmte Hardware war der Schlüssel für friktionsfreien Betrieb. Die Hardware-Unit lieferte ein spezielles Wiring Harness Design und war federführend in dessen Fertigung. Die Entwicklung des HEERO Charge Port gewährleistete Flexibilität an diverse Ladeinfrastrukturen. Fahrzeugnahe Sonderbauteile wie Frunk, Modulfassung, Trägerstruktur oder thermische Schutzsysteme wurden mit Input aus der täglichen Praxis entwickelt und optimiert. Herausragendes Ergebnis dieser Arbeit war ein patentiertes, besonders leichtes Batterypack.
Battery Engineering
Der Battery-Hub fokussierte maximale Effizienz und Flexibilität. Der Vorteil der interdisziplinären Entwicklung zeigte sich erneut: Das Battery Management System wurde modular und war unabhängig von Zellchemie oder Spannungslage einsetzbar. Zusätzlich generierten das Battery Cooling System für verschiedene Temperatur- und Lastszenarien, die flexible Architektur zur Packskalierung je Fahrzeugtyp sowie die Batteriefertigung auf Basis von Tier-1-Modulen internationaler OEM-Qualität einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Electronic Engineering
Der Electronic-Hub war ein elementares Modul im Gesamtsystem der elektrischen Antriebskompetenz. Die Relevanz fachübergreifender Konzeption und Herstellung von eMobilitäts-Technologie wurde auch hier deutlich. Die OTA-Remote-Steuerung und Software-Distribution liefen über eine 4G Control Unit. Ob Low Voltage Junction Box für das Bordnetzmanagement, High Voltage Junction Box für die Energieverteilung und Sonderfunktionen oder der Digital Instrument Cluster mit variablem UI – alles fügte sich in ein homogenes Gesamtsystem.
Was daraus folgt
Die neue HEERO Generation entsteht nicht als Umbau, sondern als Serienfahrzeug in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Fahrzeughersteller. Der Anspruch an das System bleibt derselbe: Software, Antrieb, Batterie und Aufbau-Schnittstelle müssen zusammenpassen, nicht nur nebeneinander funktionieren. Was sich ändert, ist der Maßstab – ein Fahrgestell, das mit dem europäischen Aufbauherstellernetzwerk arbeitet, muss seine Schnittstellen offenlegen, nicht schützen.
