Aufbauhersteller-Schnittstelle

Stand: 11. September 2026

Die Aufbauhersteller-Schnittstelle beschreibt die dokumentierten mechanischen, elektrischen und datentechnischen Übergabepunkte zwischen Fahrgestell und Aufbau. Dazu gehören Rahmen- und Anbauschnittstellen, die Stromversorgung für Nebenverbraucher, programmierbare Ein- und Ausgänge sowie ein Gateway für Aufbaudaten.

Warum das im elektrischen Fahrgestell anders ist

Bei Dieselfahrgestellen sind Aufbaurichtlinien seit Jahrzehnten etabliert, und der Nebenantrieb läuft mechanisch über den Motor. Bei elektrischen Fahrgestellen sitzt die Batterie im Rahmen, der Nebenantrieb ist elektrisch, und jede Anbindung an das Fahrzeugnetz berührt Anforderungen aus UN R155 und UN R156. Ein Aufbauhersteller braucht deshalb mehr als eine mechanische Zeichnung: freigegebene elektrische Schnittpunkte, eine definierte Datenschnittstelle und einen Ansprechpartner für die nächste Genehmigungsstufe.

Auslegung der neuen Generation

Für die neue Generation der Marke HEERO ist die Aufbauschnittstelle Konstruktionsvorgabe, nicht Nachtrag. Vorgesehen sind ein Body-CAN-Gateway, programmierbare Ein- und Ausgänge, dokumentierte Rahmenschnittstellen und ein elektrischer Nebenantrieb. Aufbau-Telemetrie kann in die Fahrzeugschnittstelle eingebunden werden. Leistungsangaben zum Nebenantrieb veröffentlicht HEERO Motors nach Abschluss der Validierung.

Grundsatz

Ein Fahrgestell, das mit dem europäischen Aufbauherstellernetzwerk arbeitet, muss seine Schnittstellen offenlegen, nicht schützen.

Abgrenzung

HEERO Motors fertigt keine Aufbauten und konkurriert nicht mit Aufbauherstellern. Die Schnittstellendokumentation ersetzt nicht die Abstimmung im Einzelfall.

Quellen und Stand

Erstellt 11.09.2026. Aktualisiert 11.09.2026. Geprüft 11.09.2026.