Kommunalfahrzeuge Pritsche: Die 80-%-Förderung für die Elektro-Umrüstung lief bis 2024 – der Stand heute

Dominik Ashkar, CEO HEERO Motors vor HEERO Minibus

Kommunalfahrzeuge Pritsche: Die 80-%-Förderung für die Elektro-Umrüstung lief bis 2024 – der Stand heute

08.07.2025

8

Minutes

Max Knirsch

Produktexperte

08.07.2025

8

Minuten

Max Knirsch, Produktexperte bei HEERO Motors

Max Knirsch

Max Knirsch

Produktexperte

Ihre Kommune steht vor der Herausforderung, teure Spezialaufbauten auf Pritschenfahrzeugen zu ersetzen, um Klimaziele zu erreichen? Eine Diesel-to-Electric-Umrüstung sichert nicht nur Ihre Investitionen, sondern reduziert auch die Betriebskosten um bis zu 70 %.

Das Thema kurz und kompakt

Kommunen konnten bis 2024 bis zu 80 % Förderung auf die Mehrkosten der Umrüstung ihrer Pritschenfahrzeuge auf E-Antrieb erhalten; neue Förderaufrufe sind nicht vorgesehen.

Die Umrüstung (DTE) ist oft wirtschaftlicher als ein Neukauf, da teure Spezialaufbauten erhalten bleiben und die Total Cost of Ownership (TCO) sinken.

Die Clean Vehicles Directive (CVD) schafft einen gesetzlichen Rahmen, der Kommunen zur Beschaffung emissionsfreier Fahrzeuge wie umgerüsteter Kommunalfahrzeuge mit Pritsche verpflichtet.

Kommunale Fuhrparks stehen unter doppeltem Druck: Steigende Dieselpreise belasten die Budgets, während die Clean Vehicles Directive (CVD) verbindliche Quoten für emissionsfreie Fahrzeuge vorschreibt. Für viele Städte und Gemeinden scheint der Neukauf von E-Fahrzeugen der einzige Weg, ist aber oft unwirtschaftlich, besonders bei teuren Spezialaufbauten. Eine weitaus pragmatischere Lösung ist die Umrüstung bewährter Kommunalfahrzeuge mit Pritsche. Dieser Ansatz schont nicht nur das Budget, sondern fördert auch die Kreislaufwirtschaft und sichert die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Staatliche Förderung gab es zuletzt über die KsNI mit bis zu 80 % der Mehrkosten.

Gesetzlicher Handlungsdruck: Die Clean Vehicles Directive verstehen

Seit August 2021 setzt das Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz (SaubFahrzeugBeschG) die EU-weite Clean Vehicles Directive (CVD) in deutsches Recht um. Für öffentliche Auftraggeber wie Kommunen gelten damit verbindliche Mindestquoten bei der Beschaffung von Neufahrzeugen. Im ersten Referenzzeitraum bis Ende 2025 mussten 10 % der neuen schweren Nutzfahrzeuge und 38,5 % der leichten Nutzfahrzeuge emissionsarm sein. Diese Vorgaben machen ein Festhalten an reinen Diesel-Flotten unmöglich. Die Regelungen betreffen sowohl den direkten Kauf als auch Leasingverträge und Dienstleistungsaufträge, etwa in der Grünflächenpflege oder Abfallentsorgung. Eine Nichterfüllung der Quoten kann zu rechtlichen Konsequenzen führen, weshalb eine strategische Flottenplanung unerlässlich ist. Die Umrüstung bestehender Elektro-Pritschenwagen ist eine anerkannte Maßnahme zur Erfüllung dieser Quoten.

Wirtschaftlichkeit im Fokus: Total Cost of Ownership (TCO) neu bewerten

Die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) umfassen alle Kosten über die Lebensdauer eines Fahrzeugs, nicht nur den Kaufpreis. Eine Studie der Universität Exeter zeigt, dass der TCO-Kipppunkt, an dem E-Fahrzeuge günstiger werden als Diesel, in vielen Segmenten bereits erreicht ist. Elektrische Antriebe haben signifikant niedrigere Betriebs- und Wartungskosten, da weniger bewegliche Teile verschleißen und Ölwechsel entfallen. Während die Anschaffungskosten für neue E-Fahrzeuge hoch sind, verändert die Umrüstung die Kalkulation fundamental. Sie eliminieren die größten Kostenblöcke eines Neukaufs: Chassis und Spezialaufbau. Die Kombination aus geringeren Energiekosten und niedrigerem Wartungsaufwand macht die Umrüstung von Kommunalfahrzeugen mit Pritsche zur wirtschaftlich überlegenen Alternative; staatliche Förderung wirkte zusätzlich.

Kreislaufwirtschaft praktisch umsetzen: Die Diesel-to-Electric (DTE) Umrüstung

Die Diesel-to-Electric-Umrüstung (DTE) ist der Kern einer nachhaltigen Flottenstrategie. Anstatt ein voll funktionsfähiges Fahrzeug zu verschrotten, wird der Verbrennungsmotor durch einen modernen Elektroantrieb ersetzt. Dieser Prozess erhält den Wert Ihres bewährten Mercedes-Benz Sprinters inklusive des teuren Pritschenaufbaus. HEERO rüstet Ihre Fahrzeuge innerhalb von nur zehn Tagen um. Das Ergebnis ist ein ePritschenwagen mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern und einer Batteriekapazität von 96 kWh netto. Für Bauhofteams eignet sich die Elektro-Pritsche mit Doppelkabine. Dieser Ansatz reduziert nicht nur Abfall, sondern spart auch die CO₂-Emissionen, die bei der Produktion eines Neufahrzeugs anfallen würden. Die Umrüstung ist somit ein aktiver Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. So wird Ihr bewährtes Kommunalfahrzeug mit Pritsche zukunftssicher.

Ihr 4-Punkte-Plan zur wirtschaftlichen Elektrifizierung

Das KsNI-Förderfenster des Bundes ist seit August 2024 geschlossen. Mit einem strukturierten Vorgehen klären Sie die Förderlage für Ihr Kommunalfahrzeug mit Pritsche:

  1. Bedarfsanalyse durchführen: Erfassen Sie die täglichen Fahrprofile und Anforderungen Ihrer Pritschenfahrzeuge (z.B. für den kommunalen Bauhof). Wie viele Kilometer werden pro Tag zurückgelegt und welche Lasten transportiert?

  2. Fördermöglichkeiten prüfen: Lassen Sie Ihre spezifische Situation von Experten analysieren. Die KsNI-Richtlinie bot bis 2024 bis zu 80 % Zuschuss auf die Mehrkosten der Umrüstung und schloss die Ladeinfrastruktur ein.

  3. Wirtschaftlichkeit berechnen: Fordern Sie eine detaillierte TCO-Analyse an, die Ihre aktuellen Dieselkosten den prognostizierten Kosten nach der Umrüstung gegenüberstellt. Berücksichtigen Sie dabei Energie, Wartung, Steuern und Förderungen.

  4. Umsetzung planen: Vereinbaren Sie feste Umrüsttermine und planen Sie die notwendige Ladeinfrastruktur. Ein HEERO e-Pritschenwagen kann mit bis zu 135 kW schnellladen, was die Einsatzplanung flexibel gestaltet.

Dieser pragmatische Ansatz stellt sicher, dass Sie die Förderlage richtig einschätzen und Ihre Flotte effizient modernisieren.

Förderlage im Rückblick: Die KsNI-Richtlinie lief bis 2024

Das Förderprogramm „Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“ (KsNI) des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) war das zentrale Instrument zur Finanzierung von Flottenumstellungen. Es bezuschusste die Mehrkosten einer DTE-Umrüstung im Vergleich zu einem Diesel-Referenzfahrzeug mit bis zu 80 %. Auch die Errichtung der notwendigen Ladeinfrastruktur war Bestandteil der Richtlinie. Der entscheidende Punkt: Die Richtlinie lief bis 2024 und ist seit August 2024 eingestellt. Neue Förderaufrufe sind nach Aussage der Bundesregierung nicht vorgesehen. Die Förderung galt für leichte und schwere Nutzfahrzeuge und damit auch für kommunale Kipper und Pritschenwagen. Bereits bewilligte Vorhaben werden ausfinanziert. Beginnen Sie die Planung unabhängig davon, um einen Beitrag zur Luftreinhaltung durch Umrüstung zu leisten.

Technische Leistungsfähigkeit im kommunalen Einsatz

Ein umgerüstetes Kommunalfahrzeug mit Pritsche muss im Alltag zuverlässig funktionieren. Die HEERO-Technologie basiert auf dem robusten Mercedes-Benz Sprinter und ist für den professionellen Einsatz optimiert.

  • Reichweite: Bis zu 400 km mit einer einzigen Ladung (Doppelkabine & Einzelkabine).

  • Batterie: 110 kWh Brutto- / 96 kWh Nettokapazität für maximale Langlebigkeit.

  • Ladeleistung: Standardmäßig bis zu 135 kW an DC-Schnellladesäulen für kurze Standzeiten.

  • Nutzlast: Die Umrüstung ist so konzipiert, dass eine hohe Nutzlast erhalten bleibt, ideal für den Garten- und Landschaftsbau.

  • Antriebsleistung: Der E-Antrieb bietet ein hohes Drehmoment vom Start weg, was das Fahren mit voller Beladung erleichtert.

Diese Leistungsdaten stellen sicher, dass Ihr umgerüsteter Fuhrpark, etwa für eine Gärtnerei mit Pritschenwagen, den täglichen Anforderungen ohne Kompromisse gewachsen ist.

HEERO Motors. Electric solutions for real-world, high-demand use cases.

HEERO Motors ist eine Marke der Eumova GmbH.

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© 2026 HEERO Motors. Alle Rechte vorbehalten

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